Worum es hier geht

An alle Gewerbegärtnereien, die Berufsgenossenschaften und Verantwortliche im Bereich Ausbildung sowie Azubis und sonstige Interessierte.


Die hier entstehende Zusammenstellung von Erzählungen beruht auf Aussagen von Menschen, die sich vielleicht gerade in der Ausbildung zum/r Gärtner/in befinden oder die irgendwie sonst tiefere Einblicke in diesen Berufszweig und die Praktiken haben. Die Idee bzw. das Bedürfnis diese Dinge aufzuschreiben, festzuhalten und anzusprechen beruht auf dem Unbehagen, welches mich oft ergreift, wenn ich mitbekomme, wie es in den verschiedenen Ausbildungsbetrieben abläuft. Oft sind solche Schilderungen meiner Mitschüler/innen oder Kollegen/innen begleitet von einer Geste des Sich-damit-Abfindens, des Nichts-machen-Könnens…aufgrund des Gefühls, dass man ja „nur“ Azubi sei.

Wichtig ist in diesem Blog, dass es nicht Ziel ist, einzelne Betriebe oder Vorgesetzte an den Pranger zu stellen. Es ist vielmehr ein Aufruf, uns bitte ernst zu nehmen und einige Verhaltensweisen, Arbeitsabläufe, Einstellungen zu überdenken. Wir sind die kommende Gärtnergeneration und die Rahmenbedingungen des Berufes haben sich in den letzten Jahrzehnten sicherlich beträchtlich geändert. Das wissen einige, die das lesen, besser als wir. Aber genauso hat sich beispielsweise das Wissen um Schadstoffe und Umweltzerstörung vergrößert. Informationen zu Umweltkatastrophen, dem Klimawandel, Bioprodunkten, fair-trade, Energiepolitik gehören für uns zum Alltag. Ökologisches Bewusstsein ist nichts Fremdes mehr. Aber nicht nur darum geht es hier, sondern auch um soziale Gerechtigkeit, Kommunikationsmöglichkeiten, das Betriebsklima usw.

Wie bereits erwähnt, möchte ich hier niemanden bloßstellen und natürlich bin ich mir darüber im Klaren, dass viele gute Gründe für ihr Verhalten haben. Oder dass sie sich bereits in einem Anpassungsprozess befinden und vieles beachten. Also bitte, es soll hier niemand angegriffen werden. Doch es gibt Dinge, die müssen gesagt werden. Und wenn das nicht geht, dann zumindest abgetippt, gebloggt und gelesen.

Und damit rufe ich euch auf, mir Beiträge zu schicken und diesen Blog zu füllen. Wie läuft’s bei euch? Wer hat sie noch, die Kollegen, die ohne Schutzanzug aber mit Kippe im Mund Gift spritzen? Oder wer muss noch den Vorgarten vom Chef mit pflegen, obwohl drin die Blattläuse eine Riesenparty feiern? Wer sieht wie der Boden neben dem Gewächshaus pink oder blau wird, weil mal wieder zuviel Dünger übrig war, der entsorgt werden musste? Wer muss Überstunden machen und kriegt bei ner Erkältung noch gesagt, dass man krank doch auf jeden Fall arbeiten kann?

Also, schreibt mir, wenn ihr was zu sagen habt. Ich werde versuchen hier alles zusammenzutragen. Gerne auch Positives. Natürlich anonym…da ich selbst noch in der Ausbildung bin, ist es mir auch zu gefährlich, meinen Namen zu nennen. Ich bin gespannt auf eure Stories und werde selbst natürlich auch weiter berichten.

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